Zwiebelsaft: Die Zwiebel hilft bei Husten, Erkältung und Grippe

Mit ihrer dunkelvioletten Schale erregen rote Zwiebeln im Vergleich zu ihren helleren Artverwandten besondere Aufmerksamkeit. Verdientermaßen, denn sie stecken nicht nur in einem knalligeren Mantel, sondern enthalten auch doppelt so viele Wirkstoffe. Seit mehr als 3.000 Jahren schätzt man Zwiebelpflanzen für ihre Heilwirkung. Wegen Inhaltsstoffen wie Antioxidantien gilt die rote Art als Inbegriff der Power-Knolle. Drei bis vier rote Zwiebeln pro Woche boosten deine Gesundheit erwiesenermaßen in vielerlei Hinsicht. Wir erklären im Artikel inwiefern.

Zwiebel
Bild: Depositphotos.com

Schicht für Schicht heilsam

Wenn ein Gemüse den Titel Superfood verdient, ist es die rote Zwiebel. Vielfältige Mineralstoffe und Vitamine stecken in der Knolle. Die enthaltenen Antioxidantien beugen beispielsweise Erkrankungen vor, indem sie aggressive Sauerstoffverbindungen neutralisieren. Dadurch wirken sie sogar schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs entgegen. Erwähnenswert ist in dieser Hinsicht insbesondere der hohe Gehalt am Antioxidans Quercetin. Ähnlich nützlich wie dieser Krebshemmer sind die Schwefelverbindungen, die in roten Zwiebeln stecken. Beim Schälen treiben dir diese sogenannten Sulfide Tränen in die Augen. Hoffentlich sind es Freudentränen, denn unter Zuhilfenahme der Verbindungen bildet dein Körper die wichtige Aminosäure Cystein.

Letztere entgiftet und ist an der Bildung nützlicher Stoffwechselhormone und Verdauungssekrete beteiligt. Dadurch tragen rote Zwiebeln indirekt zur Fettverbrennung und Blutzuckerregulation bei. Neben deiner Verdauung steuern die Diät-Booster deine Blutfettwerte und beugen Diabetes vor. Abgesehen von Antioxidantien und Sulfiden enthalten rote Zwiebelknollen außerdem über 20 ätherische Öle. Diese aromatischen Verbindungen bekämpfen Entzündungen und lösen bei Erkältungen Schleim. Auch gefäßschützende, cholesterinsenkende und abwehrstärkende Wirkung wohnt roten Zwiebeln inne. Ob du sie dünstest, überbackst, grillst oder brätst: Die gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Weil die meisten Wirkstoffe in der Zwiebelhaut stecken, entfernst du vor dem Verzehr am besten nur die äußerste Schale.

Zwiebelsaft hilft gegen Husten, Erkältungen und Grippe

Seit Jahrhunderten kochen Volksmediziner ein bis zwei gezuckerte Scheiben der roten Zwiebel ein. Nach fünf Minuten stecken sie die Masse in ein geschlossenes Glas und lassen die Scheiben darin ziehen. Später wird hieraus Zwiebelsaft, der dank seinen aromatischen Inhaltsstoffen wie ein Hustenstiller wirkt. Mit Milch und Honig schmeckt die Flüssigkeit milde und eignet sich auch für Kinder. Selbst Asthma und trockenen Reizhusten kannst du mit dem Zwiebelsaft lindern. Bei grippalen Infekten erleichtert dir das altbewährte Hausmittel durch seine schleimlösende Wirkung das Abhusten. Statt Saft kannst du auch Zwiebelsirup herstellen. Hierbei verrührst du geschnittene Zwiebelscheiben so lange mit Honig, bis eine dickflüssige Masse entsteht.

Bei Halsschmerzen wirkt der Sirup in Tees oder Milchgetränken antibakteriell und tötet Schadstoffe in deinem Rachen ab. Dass der Saft roter Zwiebeln wie ein Antibiotikum gegen Husten, Asthma und Infekte hilft, liegt im Detail an dem ätherischen Öl Allicin, das Krankheitserreger und Entzündungen hemmt. Fruktanen, die Grippeviren bekämpfen. Prostaglandinen, die gereiztes Gewebe beruhigen. Sulfiden, die dich entgiften. harntreibenden Pflanzenstoffen, die deine Nieren zur Ausscheidung anregen. Vitamin C, das als Radikalfänger dein Abwehrsystem unterstützt. Rote Zwiebeln auf Salat boosten deinen Stoffwechsel

Das Jahrestreffen der Endocrine Society bestätigte 2015, dass rote Zwiebeln den Blutzuckerspiegel senken. In Studien der Delta State University reduzierten 400 bis 600 Milligramm Zwiebelextrakt pro Kilogramm Körpergewicht die Zuckerwerte sogar um 50 Prozent. Durch diese Wirkung eignen sich die Power-Knollen ideal für Diabetiker und können dich außerdem beim Abnehmen unterstützen. Letzteres liegt vor allem an Wirkstoffen, die deine Verdauung, deinen Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel anregen. Obwohl rote Zwiebeln auch im gekochten Zustand über die genannten Effekte verfügen, erzielst du mit rohen Knollen die bedeutendste Stoffwechselwirkung. Anders als weiße Speisezwiebeln schmecken die roten Varianten sogar im ungekochten Zustand milde. Dank dieser Eigenschaft kannst du sie in Salaten verwenden oder in zerhackter Form auf Brot genießen. Zusammengefasst profitierst du hierbei vom enthaltenen Chrom, das die Insulinsensitivität deiner Zellen verbessert.

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Schwefel, der deine Darmflora reguliert und Verdauungssekrete anregt.
Pflanzenhormon Glukokinin, das deinen Blutzucker senkt. Isoalliin, das deinen Fettstoffwechsel unterstützt. Vitamin B6, das deinen Aminosäuren- und Kohlenhydratstoffwechsel fördert.

Mit roten Zwiebeln im Topf schützt du dein Herz

Von Herzinfarkten bis hin zu Arterienverkalkung, Thrombosen und Schlaganfällen sind Herzkreislauferkrankungen die Volkskrankheiten des Jahrhunderts. Über die Ernährung beeinflusst du dein persönliches Erkrankungsrisiko. Rote Zwiebeln helfen dir hierbei in mehrerlei Hinsicht. Studien zufolge senkt der regelmäßige Verzehr dein Cholesterin und wirkt außerdem Bluthochdruck entgegen. Letzteres liegt laut aktuellen Forschungen am pflegenden Effekt, den die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe auf die Zellmembran deiner Blutkörperchen entfalten. Laut Studien des mailändischen Instituto di Ricerche Farmacologiche verbessert zwiebelreiche Ernährung dadurch den Blutfluss. Das senkt deinen Blutdruck und entlastet die Gefäßwände. Verantwortlich sind dafür Wirkstoffe wie

das Polyphenol Qurcetin, das dein Gesamtcholesterin senkt und Mikroentzündungen verhindert. schwefelhaltige Verbindungen, die als Blutverdünner Thrombosen und Herzinfarkten entgegensteuern. Antioxidative Anthocyane, die deine Blutgefäße und Blutplättchen vor Radikalen schützen. Vitamin B7, das deine Blutzellen beim Wachsen unterstützt. der Mineralstoff Kalium, der neben anderen Muskeln auch dein Herz stärkt.
Diese Krebs-Killer stecken in der roten Zwiebel

Als wären der Stoffwechsel-Boost, die Infektionsprophylaxe und die herzstärkenden Eigenschaften roter Zwiebeln noch nicht genug, bestätigen Wissenschaftler der Power-Knolle seit Jahrzehnten krebshemmende Effekte. Laut niederländischen Forschern sinkt das Risiko für Magen- und Darmkrebs durch den täglichen Verzehr einer halben Zwiebel um die Hälfte. Bei Krebserkrankungen des Mund- und Rachenraums spricht das Instituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri von einer 84-prozentigen Risikoverminderung. Im Hinblick auf Eierstockkrebs gehen die Forscher von ähnlichen Effekten aus. Zum einen liegt diese krebshemmende Wirkung an antioxidativen Radikalfängern, die dein Körpermilieu in einen ungeeigneten Wachstumsort für Krebszellen verwandeln. Davon abgesehen liefern dir rote Zwiebeln Krebs-Killer wie die organische Schwefelverbindung Onionin A, die tumoröse Aktivitäten deiner weißen Blutkörperchen hemmt. das ätherische Öl Diallylsulfid, das Krebszellen zum Zelltod animiert. Flavonoide, die krebserregende Zellschäden verhindern. Rote Zwiebeln können fast alles

Dass Oma mit roten Zwiebeln Insektenstiche bis hin zu Ohrenschmerzen behandelt, hat gute Gründe. Zwiebeln sind zu Recht die Heilpflanzen des Jahres 2015 und kommen in der Volksmedizin für so gut wie jedes Leiden zum Einsatz. Die gesundheitsförderliche Wirkung ihrer roten Vertreter erschöpft sich mit den bisher genannten Effekten noch nicht. In vielen weiteren Situationen kannst du auf die Heilkraft der roten Zwiebel setzen. Lange Tradition haben die Liliengewächse beispielsweise bei der Behandlung von

  • Insektenstichen
  • Ohrenschmerz
  • Hautbeschwerden
  • Appetitlosigkeit und Schwäche
  • Wunden und Narben
  • Blasenentzündung
  • rheumatischen Beschwerden
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Abhängig vom Anwendungsgebiet musst du rote Zwiebeln nicht unbedingt essen, um von ihrer Heilkraft zu profitieren. Zur äußeren Anwendung bereitest du am besten einen Zwiebelbrei zu, mit dem du entzündete Hautstellen, Insektenstiche und Narben behandelst.

Diese Zwiebelbehandlungen ersparen dir schlechten Atem

So gesund rote Zwiebeln sind, so unangenehm ist zwiebeliger Mundgeruch. Bei der inneren Anwendung lässt sich der scharfe Atem höchstens mit Pfefferminzbonbons verhindern. Wer die Dämpfe der roten Zwiebel inhaliert, braucht sich um Mundgeruch keine Sorgen zu machen. Indem du die roten Knollen würfelst und anschließend aufkochst, setzt du die ätherischen Öle der Liliengewächse frei. Du nimmst die Zwiebeln anschließend vom Herd, stülpst dir ein Handtuch über und beugst dich über die eingekochten Knollen. Bei der Inhalation der Dämpfe bessern sich Hustenbeschwerden und virale Infekte, weil die Wirkstoffe unmittelbar in deine Atemwege eindringen. Auch zur Behandlung der Haut und der Insektenstichbehandlung musst du die rote Zwiebel nicht unbedingt essen. Bereite stattdessen eine breiige Paste aus den Knollen zu, die du auf die betroffenen Stellen gibst. Bei Insektenstichen setzt die Volksmedizin außerdem oft auf rohe Zwiebelhälften, die unmittelbar auf den Stich gegeben werden. Am besten legst du die Zwiebel dazu zunächst in den Kühlschrank. Hautberuhigende Wirkungen sind dadurch garantiert.

Obwohl rote Zwiebeln ein wirkungsvolles Hausmittel sind, ersetzen sie ärztliche Behandlungen nicht. Du ziehst das Gemüse höchstens ergänzend hinzu, aber wendest dich insbesondere bei länger anhaltenden Beschwerden immer an einen Mediziner. Die Inhaltsstoffe roter Zwiebeln sind zwar rein pflanzlicher Natur, können die Wirkung bestimmter Medikamente aber trotzdem beeinflussen. Falls dir Arzneien verordnet wurden, besprichst du Zwiebelbehandlungen vor der Anwendung daher vorab lieber mit deinem Arzt. Auch die Anwendung roher Zwiebeln ist nicht immer angemessen. Wenn du zu den Menschen mit empfindlichem Magendarmtrakt gehörst, garst du rote Zwiebeln vor dem Verzehr. In rohem Zustand rufen die Inhaltsstoffe bei sensiblen Menschen teils heftige Blähungen hervor. Vermeide diese Situation am besten, indem du die Kraftknollen in Eintöpfen, Suppen oder anderweitig gegarten Gerichten verzehrst.

Beim Kochen gehen viele Inhaltsstoffe ins Kochwasser über, weshalb du die Flüssigkeit idealerweise mitverarbeitest. Falls du trotz empfindlichem Verdauungstrakt Zwiebelstücke auf deine Brote streuen willst, brätst du die Scheiben vorher lieber an. Oder wie wäre es, wenn du aus eingekochten Zwiebeln einen Brotaufstrich herstellst? Rote Zwiebeln sind glücklicherweise nicht nur gesund, sondern auch vielseitige Zutaten. Deshalb sind deiner Fantasie bei der Verarbeitung kaum Grenzen gesetzt. Lecker ist die würzige Süße der roten Knollen auch. Ein echtes Superfood eben, das dir und deiner Gesundheit hervorragend schmecken wird.

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