Wassermelone: Koche die Wassermelonenkerne und du wirst staunen

Wassermelonen sind in geschmacklicher Hinsicht augenscheinlich nicht jedermanns Sache. Doch sie sind im Sommer herrlich erfrischend. Außerdem sind sie in vollreifem Zustand vielseitig in der Küche verwendbar. Sie schmecken mit Feta Käse ebenso gut wie zu Roh-Schinken. Als Smoothie-Grundlage, als Sorbet-Zutat, als Zutat für einen kalten Obstpunsch, als kalorienarmer Aromatisierer in stillem Mineralwassers oder in einem bunten Fruchtcocktail mit etwas Orangenlikör machen sie etwas her. Außerdem verraten wir am Ende dieses Artikels, wie Du aus Wassermelonen ein kalorienarmes Eis am Stiel herstellen kannst.

Außerdem hat die Wassermelone auch einen hohen gesundheitlichen Nutzen. Der Genuss von Wassermelonen kann beispielsweise den Blutdruck senken. Die grünen Melonen mit dem appetitlich roten Fruchtfleisch enthalten die Vitamine A, B und C. Mancher schwört wegen ihres Citrullin-Gehalts sogar, sie seien als Potenzmittel hilfreich. Die kleinen schwarzen Kerne der Wassermelone sind in den Augen vieler Genießer jedoch überflüssig. Mancher schluckt sie wegen der Schwierigkeit, sie zu entfernen, einfach unzerkaut herunter. Andere entfernen sie oder spucken sie aus. Dass das reine Verschwendung ist, zeigen wir hier auf. Die Vitalstoff-Power der unscheinbaren Kerne der Wassermelone zu nutzen, ist nämlich gar keine so schlechte Idee.

Wassermelone
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Wassermelonenkerne – Heilkraft im Kleinen 

Dass die kleinen schwarzen Kerne der Wassermelone gut zerkaut oder gemahlen wertvoller sind als unzerkaut, hat mit ihrem Nährstoffgehalt, zugleich aber auch mit ihrer schweren Verdaulichkeit zu tun. In den heißen Monaten des Jahres solltest Du aus vielen Gründen mehr Wassermelonen essen. Dein Organismus braucht jetzt mehr Mineralien. Er mag in der warmen Jahreszeit keine schweren und fetthaltigen Gerichte verdauen, sondern bevorzugt wegen der Hitze frisches Obst und leicht verdauliche Gemüse mit einem geringeren Kaloriengehalt.

Dabei schneidet die Wassermelone samt ihrer nahrhaften Kerne gut ab. Die kleinen Kerne der Wassermelone punkten mit einem besonders hohen Gehalt an Aminosäuren, mit B-Vitaminen sowie mit ihrem Gehalt an Vitamin A und C. Sie enthalten außerdem wertvolle ungesättigte Fettsäuren, viel Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink sowie Kalium. Dazu addieren sich Phosphor, Kupfer und Mangan. Außerdem enthalten die Kerne der Wassermelone das stimmungsaufhellende Lycopin, das Du vielleicht von den Tomaten kennst. Entgegen mancher Vorurteile sind in Wassermelonenkernen aber keine Anteile an Blausäure enthalten, wie das in anderen Obstkernen der Fall ist. Trotzdem sollte eine Tagesdosis von 40 Gramm nicht überschritten werden.

Der Grund für diese kulinarische Beschränkung liegt in den Eigenschaften der Wassermelonenkerne. Diese führen wegen ihres hohen Kaliumgehalts nämlich ab. Sie wirken zugleich entwässernd, nierenreinigend und wegen der schweren Verdaulichkeit auch sättigend. Um ihre volle Vitalstoff-Power zu nutzen, können sorgfältig getrocknete Wassermelonenkerne in vielen Formen verwendet werden – vorzugsweise zu Pulver gemahlen. Das geht beispielsweise in einer alten Pfeffermühle oder einer Kaffeemühle vom Flohmarkt ganz prima.

Unzerkaut werden die meisten Melonenkerne einfach wieder ausgeschieden, ohne dass ihre wertvollen Inhaltsstoffe vom Darm aufgenommen werden können. Um die Vitalstoff-Power der Wassermelonenkerne uneingeschränkt nutzen zu können, sollten sie vor dem Verzehr der Wassermelone entfernt, in einem Sieb abgewaschen und dann auf einem Zellstofftuch getrocknet werden. Sinnvoll ist es, sie danach im Backofen bei 50 Grad für 30 bis 60 Minuten nochmals nachzutrocknen. Am Vitalstoffgehalt ändert das schonende Trocknen nichts.

Dann erst können die getrockneten Kerne aus der Wassermelone problemlos gemahlen werden. Sie können dann unter anderem als gesunde Smoothie-Zutat oder eingestreut in einen Pudding oder eine Quarkspeise verwendet werden. Die Araber rösten die kleinen Kerne und essen sie, manchmal leicht gesalzen. Außerdem können gemahlene Wassermelonenkerne über viele Salate gestreut oder im Brotteig mit verbacken werden. In gerösteter Form lassen sich die Kerne leicht aufknacken. Es empfiehlt sich, sie gut zu kauen. Der Kauvorgang ist wichtig, damit die wertvollen Inhaltsstoffe dem Organismus zugutekommen. Zudem wird so die Aufnahme der Vitalstoffe im Darmtrakt erleichtert.

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Wassermelonenkerne als isotonischer Drink 

Im Sommer solltest Du Deinen Körper mit viel mineralhaltigem Trinkwasser und ungesüßtem Tee versorgen. Zwei bis drei Liter Wasser sind täglich angemessen. Aromatisieren kannst Du das stille Wasser gegen die geschmackliche Langeweile – ebenso wie Deinen Früchtetee oder ein stark verdünntes Obstschorle – mit einigen Stückchen Wassermelone. Das schafft nicht nur Abwechslung, sondern wertet diese Flüssigkeiten auch auf. Mit Hilfe von Wassermelonenkernen kannst Du sogar einen regelrechten Iso-Drink daraus zaubern.

Für die Zubereitung benötigst Du einen Liter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser, 20 Gramm gemahlene Wassermelonenkerne, 100 Gramm aus der harten Schale geschnittene Wassermelone in Würfeln und gegebenenfalls etwas Stevia-Süße. Am Tag vor der eigentlichen Zubereitung des isotonischen Getränks setzt Du das Wasser mit dem Wassermelonenkernmehl und der Steviasüße auf. Du kochst diese Mischung eine Viertelstunde. Die bereits gut abgekühlte Flüssigkeit kühlt dann über Nacht im Kühlschrank weiter herunter.

Dein isotonischer Durstlöscher kann dann am nächsten Morgen durch frische Melonenstücke oder etwas frischen Zitronensaft weiter vitalisiert werden. Die gesteigerte Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen kann neben dem Erfrischungskick auch eine Nierenreinigung bewirken und Harnwegsinfekten vorbeugen. Getrunken wird dieser „Tee“ am besten bei Raumtemperatur – und zwar auf nüchternen Magen nach dem Aufstehen, sowie je eine Tasse vor jeder Mahlzeit. Das kannst Du als entschlackende und nährende Trinkkur den ganzen Sommer über machen. Falls Du im Winter damit weitermachen möchtest, kannst Du schauen, ob Du getrocknete Wassermelonenkerne im Naturkostladen erhalten kannst. Gegebenenfalls findest Du sie bei Amazon.

Wassermelonenkerne als Zucker-Entzugshelfer 

Die meisten Menschen ahnen, dass sie Zuckerjunkies sind. Viele Leute können aber trotz aller guten Vorsätze nicht von ihren süßen Sünden lassen. Wer täglich Wassermelonenkerne in gemahlener, gerösteter oder einfach nur mehrfach durchgekauter Form zu sich nimmt, verhilft dem Organismus zu einem geringeren Zuckerkonsum. Die gemahlenen Wassermelonenkerne können wie ein Teegetränk mit heißem Wasser aufgegossen und getrunken werden. Der „Tee“ wird entweder mit etwas frischem Melonensaft oder mit Stevia-Süße gesüßt. In gerösteter Form schmecken Wassermelonenkerne ebenfalls gut. Sie ersetzen manchen süßen Snack mit vielen Kalorien. Wassermelonenkerne können statt der gewohnten Tüte Kartoffelchips und Erdnussflips gegessen werden. Beide sind als fetthaltige Kalorienbomben bekannt. Wassermelonenkerne lassen sich in einer Pfanne mit etwas Öl anrösten. Sie können danach mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt werden.

Wassermelonenkerne gegen Verstopfung 

Wie viele andere Obstkerne auch, wirken Wassermelonenkerne von Natur aus abführend und entwässernd. Sie beflügeln die Darmperistaltik. Daher kann ein „Tee“ aus Wasser und gemahlenen Wassermelonenkernen ein effektives Mittel gegen Verstopfungsbeschwerden sein. Mehr als 40 Gramm Melonenkerne am Tag solltest Du aber nicht einnehmen.

Wassermelonenkerne als Nierenschützer 

Ein Heiltee aus Wassermelonenkernen ist seit Jahrhunderten ein bekanntes Mittel. Dieses wird erfolgreich gegen die Bildung von Nierensteinen eingesetzt. Wassermelonenkerne wirken erwiesenermaßen stark entwässernd. Sie reinigen den Organismus. Das hat auch zur Folge, dass kalkhaltige Ablagerungen ausgeschieden werden, die irgendwann zu äußerst schmerzhaften Nierensteinen und dadurch ausgelösten Koliken führen.

Wassermelonenkerne gegen Bluthochdruck 

Die Wassermelone ist samt ihrer kleinen Kerne ein gutes Mittel, das gegen Bluthochdruck wirksam ist. In welcher Form sie aufgenommen werden, ist egal.

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Wassermelonenkerne als Energie-Booster 

Mit einem Sorbet oder Smoothie aus Wassermelone und gemahlenen Wassermelonenkernen kannst Du Dir einen veritablen Energy-Booster ganz ohne Koffeingehalt zusammenmixen. Der Booster ist mineralstoffreich, enthält wertvolles Lycopin als Antioxidans und außerdem viele Vitamine. Der Energie-Booster mit Wassermelonenkernen ist insbesondere bei einem Gefühl der Schwäche, der Erschöpfung, der Gestressheit und in Genesungsprozessen hilfreich.

Wassermelonenkerne als Harntreiber zum Entwässern 

Pulverisierte Wassermelonenkerne können gezielt als harntreibende Substanzen eingesetzt werden. Sie versorgen den Organismus aber zugleich mit Nährstoffen. Beim Entwässern gehen leider auch viele Nährstoffe verloren. Daher ist der Ausgleich von Mineralstoffen und Vitaminen wichtig, insbesondere im höheren Alter oder bei Vorerkrankungen, die die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen. Das Entwässern mit Wassermelonenkernen ist schonend, aber effektiv.

Die Nährstoffe in den Wassermelonenkernen kommen aber erst zum Tragen, wenn diese gemahlen werden. Das Entwässern ist im Rahmen einer Diät ebenso sinnvoll wie bei Harnwegsinfekten oder bei Wassereinlagerungen, beispielsweise in der Muskulatur oder den Beinen. Vor dem Pulverisieren werden die Wassermelonenkerne gewaschen und danach auf Zellstofftüchern und im Backofen bei 50 Grad getrocknet. Dann kannst Du sie in einer Pfeffermühle, einer Kaffeemühle oder einer Getreidemühle fein mahlen. Die gemahlenen Wassermelonenkerne können nun als entwässernde Vitalstoffzugabe in einem Salat, einem Smoothie oder einem Diätshake eingesetzt werden.

Zu beachten ist, dass Du beim Entwässern stets genügend Trinkwasser zu Dir nimmst. Das klingt widersinnig – aber erstens ist der Flüssigkeitshaushalt enorm wichtig. Zweitens entwässerst Du auch Spaltprodukte aus der Verdauung und Toxine aus den gegessenen Lebensmitteln. Diese Ausscheidungen müssen verdünnt werden. Drittens dient Trinkwasser nun einmal dazu, Nährstoffe in die kleinste Zelle zu transportieren. Bei einer Diät, die dem Gewichtsverlust dient, macht Dich Wasser außerdem etwas satter.

Geröstete Wassermelonenkerne als leckeres Powerpaket 

In arabischen oder südlichen Ländern nascht man die nährstoffreichen Kerne der Wassermelone, ähnlich wie Sonnenblumenkerne. Sie werden geröstet, leicht gesalzen oder mit etwas Salz und Pfeffer gemischt genossen. Um die geröstete Leckerei zu erhalten, nimmst Du einfach ein paar Esslöffel Wassermelonenkerne und röstest diese in etwas Kokosöl an. Dabei können sie gleich leicht gesalzen werden. Die Wassermelonenkerne werden dann in ein Schälchen gegeben und als gesunder Snack verzehrt. Alternativ können sie einen Salat wertvoller machen oder einen Smoothie krönen.

Tipps rund um die Wassermelone 

Wichtig ist, dass die verwendete Wassermelone den richtigen Reifegrad hat. Dazu solltest Du wissen, dass die Wassermelone nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen kann. Sie kann nur noch saftiger werden. Die meisten Menschen können den Reifegrad von Cantaloup-Melonen am zarten Duft der Schale erkennen. Die Wassermelone duftet dort aber nicht. Ein hohler Klang beim Beklopfen weist eine Wassermelone als reif aus.

Die Giganten unter den Melonen sind mit 150 Sorten vertreten. Manche von diesen Riesen wiegen satte 20 Kilogramm. Das rote Fruchtfleisch besteht zu über 95 Prozent aus Wasser. Für den Entwässerungsentfekt ist der hohe Kaliumgehalt verantwortlich.

Ein kalorienarmes, leckeres Wassereis kannst Du aus ein paar Melonendreiecken herstellen, die Du auf einen Holzspieß steckst. Danach werden die Melonen-Dreiecke im Gefrierfach gefroren und bei Bedarf nach einer kühlen Nascherei ohne nennenswerten Kaloriengehalt genossen.

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