Schmerzen in den Knien: Hausmittel die bei Knieschmerzen helfen

Knieschmerzen sind nicht nur unangenehm, sie können deine Bewegungsfreiheit auch deutlich einschränken. Sie können ganz verschiedene Ursachen haben und sich auf ganz verschiedene Arten äußern. Vielleicht hast du selber schon schmerzhafte Erfahrungen mit deinem Knie gemacht, weil du dir beim Sport eine Verletzung zugezogen oder das Gelenk und seine Strukturen überlastet hast. Oder kennst du das Gefühl, wenn du morgens aufwachst und deine Gelenke fühlen sich steif an und du musst dich zuerst einlaufen, bevor sich deine Beine wieder normal bewegen lassen. Das sind nur einige Beispiele wie Kniebeschwerden sich im Alltag äußern können. Die möglichen Ursachen für Knieschmerzen sind sehr vielfältig. Häufig sind sie die Folge von Verletzungen zum Beispiel beim Sport oder durch Unfälle. Oder die Statik ist verändert und dadurch entstehen einseitig zu hohe Belastungen, eine ungünstige Voraussetzung, die langfristig zum Gelenkverschleiß, der Arthrose, führen kann. Überlastungen zum Beispiel der Patellarsehne sind der Grund für sogenannte Reizsyndrome. Aber auch Entzündungen im Rahmen von rheumatischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen können Gelenkstrukturen zerstören und Schmerz verursachen. Die Frage ist, warum ausgerechnet dieses Gelenk so anfällig für Verletzungen ist und so empfindlich auf Veränderungen der Belastung reagiert. Das hängt neben den auslösenden Faktoren auch mit der Anatomie zusammen. Und die schauen wir uns jetzt mal näher an.

Knie
Bild: Depositphotos.com

Anatomie und Biomechanik des Kniegelenkes

Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia) und ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Die Kniescheibe (Patella), die sich bei Streck- und Beugebewegungen wie auf einer Schiene im Gleitlager des Femurs nach oben und unten bewegt, komplettiert die Gelenkkomponenten. Das Kniegelenk ist nicht nur ein großes, sondern auch ein sehr kompliziertes Gelenk. Die knöchernen Gelenkflächen von Oberschenkel und Schienbein passen von der Form eigentlich nicht gut zusammen. Das Schienbeinplateau ist, wie der Name schon sagt, relativ plan, während die Enden des Oberschenkelknochens stark konvex sind. Diese Inkongruenz gleichen die knorpeligen Menisken zum Teil aus, sodass doch noch eine befriedigende Gelenkführung entsteht. Die restliche Sicherung übernehmen Bänder wie die Seiten- und Kreuzbänder, die Gelenkkapsel und kräftige Muskelsysteme. Diese Art der Gelenkführung ist anfälliger für Verletzungen und Überlastungen des Kapselbandapparates als die bei knochengesicherten Gelenken wie dem Hüftgelenk. Das ist auch der Grund warum Läsionen der Seiten- und Kreuzbänder, der Patellasehne und der Menisken bei Sportlern so häufig vorkommen. Statikveränderungen, die durch eine Beinlängendifferenz oder einen Beckenschiefstand entstehen können, werden vom Bandsystem nicht komplett kompensiert und machen sich recht schnell als Fehlstellung und Fehlbelastung bemerkbar. Auf der anderen Seite ist die Konstruktion des Kniegelenkes biomechanisch gesehen eigentliche eine clevere Lösung, um Stabilität und Beweglichkeit gleichzeitig zu gewährleisten. Das Gelenk wirkt ähnlich wie eine Sprungfeder. Belastungen werden in der Beugestellung abgefedert und die gespeicherte potentielle Energie bei der Streckung wieder zurückgegeben.

Art und Lokalisation von Knieschmerzen und die klassische Therapie

Knieschmerzen können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Sie können zwar das gesamte Gelenk betreffen, sind aber häufig lokal begrenzt und geben durch ihre Lokalisation einen Hinweis auf die betroffenen Strukturen. Treten sie an der Innenseite auf, könnte die Ursache in einer Läsion des Innenmeniskus oder des Innenbandes liegen, an der Außenseite dementsprechend des Außenmeniskus oder des Innenbandes. Sind sie im vorderen Bereich lokalisiert, kann die Patellasehne betroffen sein, die die Verbindung der Kniescheibe zum Schienbein herstellt. Schmerzen im Gelenk treten bei Kreuzbandrissen, im Rahmen von Arthrose und bei generalisierten Entzündungsprozessen auf. Die Schmerzintensität und die Persistenz können ebenfalls stark variieren. Verletzungen und Entzündungen verursachen akute, intensive und bleibende Schmerzen, die erst nach der Beseitigung der Ursache wieder zurückgehen. Bei einer Arthrose entwickeln sie sich langsam und treten in frühen Stadien nur bei Belastungen auf. Grundsätzlich können Knieschmerzen so intensiv sein, dass die Fortbewegung und auch das Sitzen nicht mehr oder nur noch mit zwischenzeitlichen Ruhepausen und mit Hilfsmitteln möglich sind.
Dieser Zustand ist ein vorübergehendes Problem, wenn die Ursache therapierbar ist. Ist dies nicht der Fall, gelten Knieschmerzen in der Schulmedizin als ein Dilemma, das die Betroffenen ständig begleitet und das nur symptomatisch angegangen werden kann.
Die klassischen Behandlungsmethoden reichen von Ruhigstellung, Schonung, Versorgung mit Hilfsmitteln über physikalische und physiotherapeutische Anwendungen bis hin zu operativen Maßnahmen. Hinzu kommt die medikamentöse Versorgung mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Substanzen wie zum Beispiel Cortison. Der Nachteil dieser Versorgung ist, dass sie einerseits rein symptomatisch wirkt und die Ursache nicht behebt. Andererseits tritt nach einer gewissen Zeit eine Gewöhnung ein und die Dosierung muss allmählich erhöht werden. Klassische Schmerzmedikamente haben außerdem starke Nebenwirkungen, die sich besonders im Magen-Darm-Bereich, aber auch im Zentralnervensystem bemerkbar machen. Hinzu kommt auch, dass die Signalfunktion von Schmerz unterdrückt wird, die eigentlich dazu da ist, anzuzeigen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Das ist ein Dilemma, das du wahrscheinlich auch kennst, wenn du schon einmal Schmerzen über einen längeren Zeitraum ertragen musstest. Es geht dir schlecht dabei, du kannst dich nicht oder nur eingeschränkt bewegen und bist nicht leistungsfähig. Wahrscheinlich hast du in einer solchen Situation auch nicht daran gedacht, dass der Schmerz dir etwas sagen will und auf die verschriebenen Schmerzmedikamente zurückgegriffen, um endlich diese lästigen und quälenden Beschwerden loszuwerden. Vielleicht fragst du dich aber auch, wenn du dich mit dieser Thematik beschäftigst, ob es Alternativen zur klassischen Schmerzmedikation gibt, die weniger belastend für den Organismus sind und vielleicht sogar an die Ursache der Schmerzen herangehen. Dazu erfährst du mehr in den nächsten Kapiteln.

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Natürliche Mittel und Maßnahmen gegen Knieschmerzen

Bevor du hier erfährst, welche natürlichen Heilmittel es gegen Knieschmerzen gibt, kurz ein paar allgemeine Verhaltensregeln, die auch sehr nützlich sein können. Es ist sinnvoll bei Knie- und anderen Gelenkschmerzen auch über seine Ernährung nachzudenken. Man weiß heute, dass bestimmte Nährstoffe den Stoffwechsel negativ beeinflussen und die Entstehung von Entzündungen fördern. Das betrifft vor allem Fleischgerichte. Diese enthalten Wirkstoffe wie Arachidonsäure, die viele freie Radikale freisetzen und damit die Zellwände schädigen können. Das schwächt die Widerstandsfähigkeit und fördert Entzündungsprozesse. Omega-3-Fettsäure hat genau den gegenteiligen Effekt. Sie wirkt antioxidativ, harmonisiert den Stoffwechsel und mindert das Entzündungsrisiko. Auch andere Oxidantien wie sie zum Beispiel in Rohkost zu finden sind haben den gleichen Effekt.

Eigelb gegen Knieschmerzen

Vielleicht fragst du dich, wieso gerade Eiweiß gegen Knieschmerzen helfen soll. Die Erklärung liegt in dem hohen Gehalt von Kollagen im Dotter und in der Schalenmembran. Dieses Eiweiß ist Bestandteil des Bindegewebes und bei Reparaturprozessen beteiligt. Studien belegen die Wirksamkeit von Kollagen bei Arthritispatienten gegen die Entzündung, die Schwellung und die Schmerzen. Erfahrungsberichte von Patienten mit anderen Knieerkrankungen berichten ebenfalls von positiven Ergebnissen. Eine Mischung aus Eigelb, Magnesiumsalz und der Schalenmembran ist ein einfaches natürliches Mittel, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Da die Mixtur wegen der Salmonellengefahr nicht geschluckt werden sollte, empfiehlt sich die Anwendung durch Einreibung und anschließendem Folienwickel für 2 Stunden. Danach dem Gelenk 2 Stunden Ruhe gönnen und sich über weniger Schmerzen und mehr Bewegungsfreiheit freuen.

Kohl- und Quarkwickel

Wickel sind uralte Heilmittel, die du bei vielen Erkrankungen anwenden kannst. Quark- und Kohlwickel sind Multitalente, die bei Gelenkproblemen eine wohltuende Wirkung hervorrufen können. Sie können am Knie entzündungshemmende, abschwellende und Schmerz reduzierende Effekte in Gang setzen. Quarkwickel stellt man am besten aus reinem Magerquark her. Dieser wird über Wasserdampf auf Körpertemperatur erwärmt und auf ein Küchentuch oder eine Mullbinde gestrichen und um das Kniegelenk gewickelt. Anschließend kommt eine Lage Küchenpapier drum herum und außen eine wärmende Schicht aus einer Wolldecke oder einem Wollschal.
Für den Kohlwickel werden die Blätter zunächst mit einem Nudelholz gewalzt bis Saft austritt. Dann werden sie um das Kniegelenk gelegt und genauso wie beim Quarkwickel fixiert und eingepackt. Akut solltest du die Wickel täglich anwenden und lange um das Knie lassen, zum Beispiel über Nacht.

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Kräutersalben und Umschläge

Es gibt eine heimische Heilpflanze, die in der Naturmedizin schon sehr lange als hochwirksames Heilmittel gegen Gelenkerkrankungen bekannt ist. Gemeint ist der Beinwell (Symphytum officinale), der direkt vor unserer Haustür wächst und von uns kaum bemerkt wird. Er hat erwiesenermaßen hervorragende abschwellende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften.
Ein ähnliches gesundheitliches Potenzial wird dem Weihrauch (Boswelia serrata) zugeschrieben. Er wächst in Afrika und hilft zusätzlich gegen Gelenksteifigkeit. Die Extrakte aus beiden Pflanzen kannst du entweder als Salbe in dein Knie einmassieren oder für Umschläge verwenden. Zum Einreiben eignet sich auch warmes Senföl hervorragend. Am besten mischst du es mit Kampferöl, das verstärkt die Wirkung.

Innere Anwendungen gegen Knieschmerzen

Es gibt zahlreiche Wirkstoffe, die du als Tee oder in kaltem Wasser aufgelöst trinken kannst. Dazu gehören Apfelessig, afrikanische Teufelskralle, Beinwell, Weihrauch und noch viele andere Kräuter. Sie haben teilweise verschiedene Wirkungen, aber alle eines gemeinsam. Sie wirken antioxidativ und verbessern die Zusammensetzung der Darmflora. Das hilft Schmerzen direkt zu reduzieren und stärkt das Immunsystem und damit die Selbstheilungskräfte. Ein wichtiger Beitrag, um die Ursachen von Knieschmerzen von innen zu bekämpfen.

Fazit

Du hast jetzt einige Möglichkeiten kennengelernt, wie du Knieschmerzen von innen und außen auf natürliche Weise beseitigen kannst. Für die äußere Anwendung eignen sich Salben, Wickel und Umschläge. Tees und andere Mixturen zum Trinken wirken von innen und stärken das Immunsystem. Und das Beste ist, dass all diese Gesundheitsmittel ganz ohne Nebenwirkungen und ohne Belastung für deinen Organismus auskommen. Diese natürlichen Substanzen sind aber keine Notfallmedikamente, sondern vielmehr Hilfsmittel im Rahmen einer Langzeitstrategie. Diese kannst du noch effektiver gestalten, wenn du sie mit einem angepassten Ernährungsplan und Bewegung kombinierst. Das verbessert den Stoffwechsel und die Funktionen aller Strukturen des Kniegelenkes. Dafür sind Sportarten mit geringer Gelenkbelastung geeignet wie Nordic Walking, Wandern, Schwimmen und Radfahren. Zur Vermeidung von Fehlbelastungen kannst du den Rat eines Physiotherapeuten einholen, der dir zeigt, wie du dich angepasst verhalten kannst. Alles zusammen bringt dir nicht nur weniger Schmerzen, sondern auch mehr Mobilität und Lebensqualität. Such dir aus den vorgestellten Möglichkeiten die für dich passenden heraus und erstelle dir deinen individuellen Strategieplan. Dein Knie wird es dir danken.

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