Küchengarten: 8 Kräuter, die man im Wasser anbauen kann

Du magst Duft und Geschmack von Kräutern? Besitzt aber weder Garten oder Terrasse noch den berühmten grünen Daumen? Kein Problem! Viele Kräuter gedeihen in Wasser prächtig. Ganz ohne Erde und Dünger. Dein kleiner Garten auf der Fensterbank benötigt wenig Platz und kaum Pflege. Und an regelmäßiges Gießen brauchst Du erst recht nicht zu denken. Die „Zutaten“ für Deine grüne Aroma-Insel sind denkbar einfach.

Kräuter
Bild: Depositphotos.com

Schritt für Schritt zu Deinem Indoor-Küchengarten:

Alles, was Du brauchst, um Rosmarin & Co. auf der Fensterbank zu kultivieren, hast Du vermutlich schon zu Hause. Bereite alles vor, dann können die aromatischen Kräuter sofort bei Dir einziehen und werden Dir lange Freude bereiten.

Gläser

Geeignete Gefäße findest Du bestimmt in Deinem Vorratsschrank oder im Keller. Halte Ausschau nach Flaschen oder Schraubgläsern, wie sie für Saucen, Gewürzgurken oder Konfitüre verwendet werden. Hoch genug, damit die Pflanzentriebe aufrecht darin stehen können, aber nicht zu eng, damit die Wurzeln ausreichend Platz für ihre Entwicklung haben. Ideal wären Behälter aus farbigem Glas, damit die Wurzeln dem Licht nicht direkt ausgesetzt sind und sich keine Algen bilden. Bei Weißglas kann der untere Teil aber ganz einfach mit aufgeklebtem Stoff oder Karton „abgedunkelt“ werden.

Wasser: Möglichst nicht frisch aus der Leitung und nicht zu kalt. Optimal für Pflanzen wären lauwarmes Regenwasser oder gefiltertes Wasser. Alternativ dazu kannst Du Leitungswasser über Nacht in einer Gießkanne stehen lassen. Das Wasser in den Gläsern ist regelmäßig zu erneuern, damit sich weder Algen noch Schimmel bilden können. Anfangs täglich, dann kann der Abstand zwischen den Wasserwechseln verlängert werden.

Pflanzen

Frag Freunde oder Verwandte, ob Du Dich in deren Garten „bedienen“ darfst. Ihre Kräuter werden garantiert keinen Schaden nehmen. Du benötigst kleine Zweige (ca. 15 cm lange Triebe), die Du mit einer scharfen Schere oder einem kleinen Messer von der Basis der Kräuter abschneidest. Achte darauf, dass die Pflanzen wuchskräftig und gesund sind. Die beste Zeit für die Gewinnung von Stecklingen ist das Frühjahr, jedenfalls sollte sie aber vor der Blüte erfolgen. Junge, weiche Triebe bilden leichter Wurzeln aus. Kräuter aus dem Supermarkt, die das ganze Jahr über erhältlich sind, eignen sich ebenfalls dafür. Auch diese lassen sich durch Stecklinge vermehren. Um Fäulnis zu verhindern, empfiehlt es sich, die untersten Blätter der Triebe, die später in einem der Wasserbehälter Deines Küchengartens stehen werden, zu entfernen.

Große Freude auf kleinem Raum

Einen Indoor-Kräutergarten ganz ohne Erde auf der Fensterbank anzulegen, ist sehr einfach und hat viele Vorteile: Kräuter sind eine Geschmacksbereicherung in der Küche, verbreiten einen angenehmen Duft und können sogar eine kleine, natürliche Hausapotheke sein. Auch Haut und Haare freuen sich über naturkosmetische Kräuterbehandlungen. Nicht zuletzt ist das Grün ein dekorativer Blickfang im eigenen Heim, der das Auge erfreut und die Stimmung hebt. Achte auf die Lichtverhältnisse, manche der Pflanzen sind „Sonnenanbeter“, andere kommen mit weniger hellen und kühleren Standorten zurecht. Nun kann es losgehen! Diese Kräuter eignen sich besonders für die Kultivierung im Wasserglas:

Top 8 Kräuter – Die Stars der Fensterbank

Mit dieser Auswahl hast Du eine tolle Grundausstattung für kulinarische Ambitionen, eine wirksame Hausapotheke und ein paar Geheimzutaten für Schönheit und Wohlbefinden.

Basilikum: Bella Italia für die Küche

Dieses Kraut ist aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Pasta und Pesto erhalten mit Basilikum die besondere „Dolce Vita“-Note. Mozzarella mit Tomaten (Caprese) wird mit den frisch-zarten Blättern perfekt verfeinert. Einige Zweige zusammen mit ein paar Pfefferkörnern in Olivenöl eingelegt, ergeben ein aromatisches Salatöl. Es sollte etwa vier Wochen lang an einem dunkeln Ort ziehen, danach wird es abgeseiht. In eine schöne Glasflasche gefüllt und mit einem handgeschriebenen Etikett versehen, ist es ein ideales Präsent für den nächsten Besuch bei Freunden. Das vielseitige, intensiv duftende Kraut tut auch Haut und Seele gut. Eine Mischung aus Meersalz und Basilikumblättern ergibt einen wohltuenden Badezusatz. Basilikum lässt sich in Wasser besonders leicht kultivieren, denn es bildet rasch Wurzeln. Es liebt einen hellen, sonnigen Platz. Blütenknospen sollten rechtzeitig entfernt werden, damit kannst Du die Lebensdauer dieser Pflanze im Glas erheblich verlängern.

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Oregano: Würziger Südländer

Unsere Reise in den Süden geht mit dem an Urlaub erinnernden Oregano weiter. Für selbstgemachte, italienische Pizza ist sein typisches Aroma unverzichtbar. Der klassische Griechische Salat mit Schafskäse, Tomaten, Gurken, Paprika und Oliven wird mit dem kräftigen Geschmack von getrocknetem Oregano abgerundet. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern, die frisch geerntet am meisten Aroma verströmen, gewinnt der Oregano durch die Trocknung an Geschmack. Dazu werden einige Zweige zu einem kleinen Strauß zusammengebunden, an einem luftigen Ort aufgehängt und langsam getrocknet. Danach ist er etwa ein Jahr lang haltbar. Als Kraut der Mittelmeerregion gedeiht er gut an einem sonnigen Platz.

Rosmarin: Mediterraner Duft

Als Symbol für die Liebe soll ein vom Brautpaar am Tag ihrer Hochzeit eingepflanzter Rosmarinstock Glück bringen. Glücklich macht das aromatische Kraut auch, wenn Du es zu Dir ins Haus holst. Einfach die Nadeln im unteren Bereich des Stecklings entfernen, ins Wasser stellen und an einem hellen, warmen Ort bewurzeln lassen. Bitte um ein wenig Geduld, dieses mediterrane Kraut braucht etwas mehr Zeit dafür als Basilikum oder Minze. Doch dann entfaltet es sein volles kulinarisches Talent. Wer Rosmarin zum Enten-, Gänse- oder Lammbraten ins Backrohr gibt, wird mit herrlichstem Duft belohnt. Einfache Bratkartoffeln werden veredelt, wenn ein Rosmarinzweig mit in die Pfanne gegeben wird. Das Kraut fördert die Verdauung und hilft damit dem Körper, üppige Festtagsspeisen besser zu verarbeiten. Vorsichtig dosiert als Tee genossen, kurbelt Rosmarin den Kreislauf an. Als Badezusatz wirkt er stärkend und durchblutungsfördernd.

Minze: Sommerliche Erfischung

Im Garten sind manche Sorten oft so wuchsfreudig, dass sie kaum zu bändigen sind. Auch im Wasserglas bildet Minze sehr leicht und schnell Wurzeln. Das ausgeprägteste Aroma und den höchsten Menthol-Gehalt hat die Echte Pfefferminze. Mit Minze lassen sich Gerichte wie der orientalische Bulgur-Salat Tabouleh verfeinern. Bei der nächsten Party werden Deine Gäste begeistert sein, wenn Du aus Rum, Limettensaft, Rohrzucker, Soda, Crushed Ice und selbst gezogenen, frischen Minzzweigen den beliebten Cocktail „Mojito“ zauberst. Der Wasserkrug auf dem Schreibtisch wird mit einigen Minzblättern zum Blickfang und regt dazu an, unserem Körper mehr Flüssigkeit zuzuführen. Gekühlter Minztee mit ein wenig Zitrone ist ein herrliches Erfrischungsgetränk im Sommer. Heiß aufgebrüht und mit einem Löffel Honig gesüßt, ist der Pfefferminztee allseits beliebt. Zwischen den Fingern zerriebene Blätter verströmen ihren intensiven Duft, der sogar gegen Kopfschmerzen helfen soll. Ein im Mund zerkautes Minzblatt sorgt für frischen Atem.

Salbei: Heilkräftiger Allrounder

Die Heilkraft dieses Krautes ist seit langer Zeit bekannt, daher darf Salbei in der Hausapotheke auf der Fensterbank nicht fehlen. Gurgeln mit Salbeitee bekämpft Bakterien und Viren, hilft gegen Halsschmerzen oder Entzündungen des Zahnfleisches. Als Getränk kann er übermäßiges Schwitzen eindämmen. In der Küche wird er nur sehr sparsam als Zutat von Lamm- oder Schweinefleischgerichten eingesetzt. Klassisch gehört er zur römischen Spezialität Saltimbocca alla Romana, einem Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei. Frittierte Blätter des Krautes sind eine exquisite Beilage zu gebratenem Fisch. Getrocknet kann er zum Räuchern verwendet werden und reinigt die Atmosphäre Deiner Räume. Salbei mag einen kühlen und luftigen Standort. Er wächst eher langsam, doch er bildet im Wasserglas immer wieder neue Blätter, die laufend „geerntet“ werden können. Da Salbei anfällig für Schimmel und Mehltau ist, sollte das Wasser häufig erneuert werden.

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Thymian: aromatischer Hustenstiller

Eine gute Wahl für den Kräutergarten im Wasserglas ist der Zitronenthymian mit seinem feinen Zitrus-Aroma. Beim Kochen ist er ausgezeichnet für Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten geeignet. Er sollte sparsam verwendet und mitgekocht werden, damit sich sein voller Geschmack entwickeln kann. Unverzichtbar ist das Kraut in der französischen Küche. Der provenzalische Gemüseeintopf Ratatouille aus Auberginen, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten wird damit aromatisiert. Zu den Kräutern der Provence gehört auch der Küchengarten-Nachbar Rosmarin, der wunderbar mit Thymian harmoniert. Als Tee zubereitet entfaltet er seine Heilkraft, er wirkt krampflösend, hilft gegen Husten und Atemwegserkrankungen. Die desinfizierende Wirkung von Thymian ist ein bewährtes Mittel gegen unreine Haut. Für ein Dampfbad werden zwei Löffel des getrockneten Krautes in einem Topf mit kochendem Wasser übergossen. Unter einem Handtuch den Dampf eine Viertelstunde auf das Gesicht wirken lassen.

Zitronenmelisse: Ruhe und Geschmack

Melisse im eigenen kleinen Kräutergarten im Wassergefäß zu haben, ist eine sehr gute Idee. Denn die Blätter werden am besten frisch verwendet. Getrocknet verlieren sie viel von ihrem zitronigen Aroma. Die weichen Blätter sollten auch nicht mitgekocht, sondern frisch gehackt auf grüne Blatt- oder auch süße Obstsalate gestreut werden. Zusammen mit Apfelscheiben und ein wenig Zitronensaft in einem Wasserkrug ergeben Melissenblätter einen wirksamen Detox-Drink. Frisch aufgebrühter Tee ist beruhigend für die Nerven und fördert den Schlaf. Ein Bad mit Melissen-Zusatz wirkt entspannend. Die Melissenpflanze ist anspruchslos, wächst rasch und kommt auch mit halbschattigen Standorten zurecht. Je mehr Sonne sie bekommt, desto ausgeprägter wird jedoch ihr Zitronenaroma. Um einen Befall durch Mehltau und Rost zu verhindern, öfter das Wasser im Glasgefäß wechseln.

Stevia: Süßen ohne Reue

Aus Südamerika stammt die Stevia-Pflanze, die dort bereits seit Jahrhunderten von der indigenen Bevölkerung verwendet wird. Nun ist die gesunde Zuckeralternative auch bei uns in aller Munde. Kein Wunder, denn Stevia hat so gut wie keine Kalorien, ist freundlich zu den Zähnen und sogar für Diabetiker geeignet, da die süße Pflanze den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Wie gut, dass sie zu Hause ganz einfach Teil Deiner Kräutersammlung am Fenster werden kann. Einen Zweig des süßen Krautes kannst Du einfach in Deine Teetasse oder an Desserts geben. Vorsicht bei der Dosierung! Die Blätter haben eine vielfach höhere Süßkraft als Zucker. Um ihre volle Süße auszubilden, freut sich die Stevia über einen warmen, sonnigen Platz.

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