Fersensporn behandeln: Diese leistungsstarke Hausmittel helfen

Viele sprechen vom Fersensporn. Doch außer, dass diese starke schmerzt, wissen viele Menschen nicht was sich dahinter eigentlich verbirgt. Bei einem Fersensporn handelt es sich um ein dornartige Verlängerung des Fersenknochens mit dem Namen Fersenbein. Dieser entsteht bei einer dauerhaften Reizung der Sehnen an den Fersen und durch deren Verkalkung. Die Ursachen für den Fersensporn können ganz unterschiedlich sein.
Mediziner unterschieden zwischen einem unteren und einem hinteren Fersensporn. Je nachdem wo am Fersenbein sich der Kalksporn gebildet hat. Am mit Abstand häufigsten tritt der untere Fersensporn an der Unterseite des Fersenhöckers auf. Wesentlich seltener ist der hintere Fersensporn, welcher am Achillessehnenansatz lokalisiert wird.
Laut Schätzungen haben zwischen fünf und zehn Prozent einen Fersensporn.

Fersensporn
Bild: Depositphotos.com

Zu den häufigsten Risikofaktoren für die Entwicklung des Sporns zählen: 

  • Langes Stehen
  • Alter zwischen 40 und 60 Jahre
  • Überlastung beispielsweise durch Sport
  • Fehlstellung durch drückende Schuhe
  • Übergewicht

Symptome für einen Fersensporn 

In aller erster Linie sind starke Schmerzen im Fuß ein Anzeichen für den Sporn. Die Schmerzen entstehen dabei nicht durch den Fersensporn selbst ausgelöst, sondern vielmehr durch die damit verbundene Entzündung der Sehnenplatte und Sehnen im Fuß. Typischer Hinweis ist der sogenannte Anlaufscherz. Von diesem sprechen Experten, wenn die Schmerzen besonders bei den ersten Schritten des Tages stark sind.

Der Fersensporn kann eine Größe von bis zu fünf Millimetern erreichen. Die Größe steht dabei allerdings in keinem Zusammenhang zur Intensität des Schmerzes. Wenn der untere Sporn abbricht, löst das allerdings starke Schmerzen aus.

Typische Schmerzen 

Abhängig davon, ob es sich um einen hinteren oder unteren Fersensporn handelt, treten die Beschwerden an verschiedenen Stellen des Fußes auf.

Typische Beschwerden bei einem unteren Fersensporn 

  • Druckschmerz an der mittleren Fußsohle
  • Stechende Schmerzen bei Belastung der Fußsohlen
  • Manchmal: nur noch Belastung des Vorderfußes möglich

Typische Beschweren bei einem hinteren Fersensporn 

  • Überwiegens Scherzen im Bereich der Ferse
  • Druckschmerz am Achillessehnenansatz
  • Scherzen an den Fersen beim Gehen und Stehen

Wie wird die Diagnose gestellt? 

Ein Fersensporn wird vom Arzt anhand der typischen Schmerzen festgestellt. Außerdem durch eine ärztliche Untersuchung. Der Patient wird in einem Gespräch zu den Fußschmerzen befragt und dessen Fuß wird im Anschluss bezüglich der Lokalität des Druckschmerzes untersucht. Der Fersensporn selbst lässt sich in manchen Fällen sogar erstasten. Absolute Klarheit kann eine Röntgen-Untersuchung bringen. Dabei sind die Kalkeinlagerungen und der Auswuchs des Fersenbeines deutlich zu erkennen.

In manchen Fällen können auch Ultraschall-Untersuchungen oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie eingesetzt werden.

Dem Fersensporn vorbeugen 

Einem schmerzhaften Sporn lässt sich gut vorbeigen, indem die oben genannten Risikofaktoren möglichst gering gehalten werden. Übergewicht gilt es zu vermeiden und auch ausreichende Bewegung sollte auf der Tagesordnung stehen. Bei überwiegend stehenden Tätigkeiten, sollte nicht durchgehend auf einer Position verharrt werden, sondern auch an Bewegung gedacht werden. Ein gut sitzendes Schuhwerk ist zudem ein klares Muss. Sportschuhe sollten daher gut sitzen, außerdem sollte an ein Aufwärmen vor dem Sport gedacht werden. Damen sollten nicht zu häufig unbequeme und drückende hohe Schuhe tragen. Mit krankengymnastischen Übungen lässt sich zudem die Achillessehne und die Sehnenplatte trainieren und stärken.

Behandlung: Schulmedizin 

Eine Behandlung ist immer dann nötig, wenn es Beschwerden gibt. Bei spontan und plötzlich auftretenden Schmerzen, sollte der jeweilige Fuß gekühlt, entlastet und hochgelehrt werden. Helfen können auch durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Wärmepflaster, Salben oder warme Fußbänder. Der Arzt kann auch Spritzen mit Kortison oder örtlichen Betäubungsmitteln verabreichen.

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Zur langfristigen Behandlung helfen oft durchentlastende Einlagen für die Schuhe, gerade wenn der Fersensporn von einer Fehlstellung oder Fehlbelastung stammt. Auf dem Markt gibt es dafür Fersenkeile oder Fersenkissen. Damit wird das Fersenbein entlastet. Wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum bestehen, kann der Arzt eine Ultraschall-Behandlung vornehmen. Mit der Stoßwellentherapie soll der Kalk gelockert und gelöst werden und die Durchblutung wieder gefördert werden.
Wenn die anderen Maßnahmen ausgeschöpft wurden, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Der Sporn wird je nach Art abgetragen oder es werden Teile der Sehnenplatte eingeschnitten. Die Prozentrate dafür, dass die Operation erfolgreich ist und die Schmerzen danach verschwinden, liegt allerdings nur bei 50 Prozent.

Prognose 

In den meisten Fällen bleibt ein Fersensporn ohne Beschwerden und Schmerzen. Kommt es doch zu diesen Symptomen, ist eine Behandlung ohne Operation in rund 90 Prozent der Fälle erfolgreich. Bis zur kompletten Beschwerdefreiheit kann aber etwas Zeit vergehen. Wenn der Sporn doch operiert werden muss, kann es zu Komplikationen kommen. Die Wunde kann sich infizieren oder schmerzendes Narbengewebe gebildet werden. Die Folge sind anhaltende Schmerzen.

Natürliche Hausmittel gegen den Fersensporn 

Mit Stabilitätsübungen und Dehnübungen kann der Sporn gut behandelt werden. Das Ziel dabei ist es, die Fehlbelastung zu korrigieren. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Hausmittel, die die Kalkeinlagerungen und Schmerzen auf natürlichem Weg reduzieren können. Wir stellen hier einige vor.

Apfelessig 

Apfelessig ist ein wirkliches Wundermittel für viele Beschwerden, wie auch der Fersensporn. Der Essig entzieht das überschüssige Calcium, lindert die Schmerzen und reduziert die entzündlichen Prozesse im Fuß.

Die Anwendung ist kinderleicht. Einfach eine halbe Tasse Essig in eine Wanne, gefüllt mit warmem Wasser, geben und darin die Füße für rund 10 Minuten einweichen lassen. Diese Anwendung zwei Mal am Tag für etwa zwei Wochen wiederholen.

Alternativ kann auch ein Tuch mit dem Essig getränkt und auf den Sporn aufgelegt werden. Dann mit einem Verband befestigen und diese Anwendung drei Mal am Tag für gut zwei Wochen wiederholen. Für eine Verbesserung der Wirkung, hilft es, den Essig zusätzlich vermischt mit warmem Wasser zu trinken. Einfach einen Esslöffel davon in ein Glas Wasser verrühren und zwei Mal am Tag für zwei Wochen lang trinken.

Backpulver 

Backpulver lässt nicht nur Gebäck aufgehen, sondern ist auch ein hervorragendes Mittel zur Reduzierung von Kalkablagerungen. Dieser Effekt ist im Bereich der Reinigung bestens bekannt. Die im Backpulver enthaltenen Kristalle helfen dabei, die Einlagerungen des Calciums auf der Fersenbeinunterseite abzubauen. Das Pulver wirkt außerdem gegen Entzündungen und gleichzeitig schmerzlindernd.

Für die Anwendung einen halben Teelöffel des Backpulvers mit ein wenig Wasser zu einer Paste anrühren und diese auf den Fersensporn geben. Anschließend mit einem Pflaster oder Verband befestigen und diese Anwendung zwei Mal am Tag über mehrere Tage hinweg wiederholen.

Alfalfa 

Alfalfa, oder auch Luzerne genannt, trägt zur Herstellung gesunder Knochen bei. Sie ist voller Mineralien und wertvoller Inhaltsstoffe, die die Knochenbildung fördern und zeitglich Entzündungen sowie Schmerzen senken.

Für die Anwendung wird ein halber bis ein ganzer Teelöffel der Samen in eine Tasse mit heißem Wasser gegeben. Das Gemisch muss im Anschluss für eine halbe Stunde ziehen. Danach werden die Samen abgesiebt und die Flüssigkeit je nach Geschmack mit Honig verfeinert. Der Tee wird im besten Fall drei bis vier Mal am Tag getrunken, bis die Schmerzen und die Entzündungen zurückgegangen sind.

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Kokosöl 

Als natürliche Feuchtigkeitscreme wird Kokosöl häufig eingesetzt. Es hilft dabei, den Sporn zu erweichen und die Schmerzen zu lindern. Außerdem wirkt Kokosöl entzündungshemmend.

Für die Anwendung wird der Bereich am Fuß mit lauwarmem Kokosöl vorsichtig sanft eingebrieben und dann drei Stunden wirken gelassen. Besonders ratsam ist es, den Fuß vor dem Schlafengehen einzureiben, damit das Öl über Nacht wirken kann und die Beschwerden am nächsten Tag deutlich reduziert sind. Für die Verstärkung des Effekts von Kokosöl, kann dieses jeden Morgen (1EL) verzehrt werden.

Kurkuma 

Kurkuma ist eine echte Wunderwaffe gegen Schmerzen. Die entzündlichen Prozesse werden dank des enthaltenen Curcumin reduziert und die Schmerzen werden, ähnlich wie bei Aspirin und Ibuprofen, gelindert. Das Curcumin hemmt die Verursacher von Entzündungen bereits auf der Molekularebene und wirkt antioxidativ.

Für die Verwendung wird ein Telllöffel des Pulvers in eine Tasse mit Mandelmilch gegeben, welche vorher leicht erhitzt wurde. Das Gemisch zwei Mal am Tag über mehrere Wochen hinweg trinken.

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Kühlen 

Die Schwellungen und Entzündungen können mithilfe von Eisanwendungen zurückgehen. Einfach eine Flasche mit Wasser einfrieren und den Fuß für eine viertel Stunde darauf rollen. Oder aber klassische Kühlkissen zur Hilfe nehmen.

Das richtige Schuhwerk 

Wenn der Fuß ganz akut schmerz, dann können gepolsterte Einlagen oder auch Fersenkissen helfen, eine stärkere Entzündung zu verhindern und die Ferse nicht weiter zu reizen.

Bellastungstraining 

Fehlbelastungen des Fußes gehören zu den häufigsten Ursachen für einen Fersensporn. Diese fehlerhafte Belastung lässt sich gut mit Hilfe von Stabilitäts- und Belastungstrainingsübungen verhindern. Somit wird die Stabilität des Fußes verbessert und ein Fersensporn wird unwahrscheinlicher.

Dehnung 

Ein weiterer häufiger Grund ist die Verkürzung der Muskulatur durch zu wenig Dehnungen. Somit wird der Fuß an verschiedenen Sehnen zu stark belastet. Dehnungen können hier Abhilfe schaffen.

Omega 3 Fettsäuren und Antioxidantien 

Omega 3 Fettsäuren lassen Schmerzen weniger werden und sie wirken zudem entzündungshemmend. Daher ist eine Ernährung mit Omega-3-Fettsäure-haltigen Lebensmitteln anzuraten. Enthalten sind diese etwa in Leinsamen, Chia Samen, Walnüssen sowie Kaltwasserfischen wie Thunfisch und Lachs. Auch Antioxidantien wirken in unserem Körper entzündungshemmend. Viel davon ist vor allem in roten Früchten wie Heidelbeeren, Erdbeeren, Granatapfel und Goji Beeren enthalten. Aber auch in Gerstengrad und Rotkohl kommen zahlreiche Antioxidantien vor.

Die richtige Anwendung 

Wie oben aufgeführt, gibt es eine Vielzahl an Hausmitteln, gegen einen Fersensporn. So kann dieser auf natürliche Art und Weise behandelt werden, ohne den Körper mit chemischen Substanzen, Spritzen und Tabletten vollzupumpen. Wenn zwei oder drei der aufgeführten Hausmittel für mehrere Wochen kombiniert und ganz einfach im Alltag integriert werden, können die Schmerzen effektiv gelindert und die Entzündungen zurückgehen. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Fachbücher und Ratgeber zur Behandlung des Fersensporns. Am erfolgreichsten ist dabei oft eine Kombination aus einer gesunden Ernährung, Dehnübungen und der Einnahme einiger Hausmittel. Die Behandlung mit Hausmittelchen ist zwar etwas zeitintensiver und sie setzt mehr Geduld Voraus, dennoch ist sie für den Körper wesentlich gesünder und schonender.

Wir wünschen gute Besserung und viel Erfolg bei der Behandlung des Fersensporns. Damit das Laufen bald nicht mehr zur Qual wird.

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